Meine Stiefmutter fotografierte mein Ballkleid und erschien in einer identischen Kopie – was mein Begleiter dann tat, verschlug 200 Leuten die Sprache.

Ein weiteres Foto wurde zur Wand gedreht.

Immer wenn ich mich beschwerte, lächelte Shirley und nannte mich überempfindlich.

Eines Nachmittags sagte sie zu mir: „Wenn du wütend bist, siehst du genauso aus wie deine Mutter. Das muss schwierig für deinen Vater sein.“

Nach und nach begriff ich, dass sie nicht einfach nur Mamas Sachen wegräumte.

Sie versuchte, Mama aus unserem Haus zu vertreiben.

Dann begann sie, mein Schlafzimmer zu betreten.

Ich habe sie einmal dabei erwischt, wie sie neben Mamas Ballkleid stand, dessen Kleidersack teilweise geöffnet war.

"Was machst du?"

„Auf Mottenbefall prüfen.“

„In meinem Kleiderschrank?“

Sie warf einen Blick auf das Kleid.

„Deine Mutter würde nicht wollen, dass ihr Werk zerstört wird.“

„Sprich nicht über meine Mutter.“

Ihr Lächeln veränderte sich.

„Du glaubst wohl wirklich, du wärst ein kleiner Ersatz für sie, oder?“

Ich habe sie rausgeschmissen.

In jener Nacht erzählte ich meinem Vater, was geschehen war.

Anstatt mich zu verteidigen, sagte er, Shirley habe versucht zu helfen.

„Sie hat auch Kathy verloren.“

„Sie hat eine Freundin verloren. Ich habe meine Mutter verloren.“

Papa sah erschöpft aus.

„Das kann ich heute Abend nicht tun.“

In diesem Moment wurde mir klar, dass ich mich nicht mehr darauf verlassen konnte, dass er die Dinge beschützt, die mir wichtig sind.

Zwei Wochen vor dem Abschlussball löste sich eine der handgefertigten Blumen meiner Mutter vom Ausschnitt.

Ich habe heftiger geweint, als es der Schaden gerechtfertigt hätte, weil es sich anfühlte, als würde ein weiteres Stück von ihr verschwinden.

Gary fuhr mich zu einem Änderungsatelier, das Frau Howard gehörte.

Als ich erklärte, dass meine Mutter das Kleid vor ihrem Tod genäht hatte, versprach Mrs. Howard, äußerst sorgfältig vorzugehen.

Dann, während sie die Nähte untersuchte, wurde sie plötzlich still.

„Hat sonst noch jemand dieses Kleid hierher gebracht?“

"NEIN."

„Vielleicht Fotos davon?“

Mein Magen verkrampfte sich.

Frau Howard erklärte, dass eine Frau einen Monat zuvor in ihren Laden gekommen sei und detaillierte Fotos eines Kleides mitgebracht habe, das fast identisch mit meinem sei.

Sie wollte eine exakte Kopie vor dem Abschlussball fertig haben.

Frau Howard hatte sich geweigert.

„Wie sah sie aus?“, fragte Gary.

„Groß. Blond. Um die fünfundvierzig. Teure Handtasche. Sehr ungeduldig.“

Ich brauchte Shirleys Namen nicht zu nennen.

Wir wussten es alle.

Dann hob Mrs. Howard das Innenfutter von Mamas Kleid an.

In einem winzigen blauen Faden war ein einzelner Buchstabe angebracht.

K.

Kathy.

Meine Mutter hatte ihr Werk unterschrieben.

Ich berührte den kleinen blauen Buchstaben und weinte.

Jetzt wusste ich, was Shirley geplant hatte.

Aber ich hatte keine Ahnung, wie grausam sie sein wollte.

TEIL 2 – DIE NACHT, IN DER SIE VERSUCHTE, MAMA AUSZULÖSCHEN
Der Ballabend war gekommen.

Ich wäre beinahe zu Hause geblieben.

Stattdessen stand ich vor dem Spiegel in meinem Schlafzimmer und trug Mamas altrosa Kleid.

Einen Moment lang sah ich ihr Gesicht in meinem.

Dann berührte ich das blaue K, das im Futter versteckt war.

„Ich werde nicht verschwinden, Mama.“

Unten blickte Papa auf und erstarrte.

„Du siehst genauso aus wie deine Mutter.“

Einen Augenblick lang dachte ich, er hätte es endlich verstanden.

Dann rief Shirley aus der Küche.

„Hoffentlich verbringt sie nicht die ganze Nacht weinend wie sie.“

Papa zuckte zusammen.

Ich starrte ihn an.

"Sag etwas."

Er brachte nur mühsam ein „Shirley, bitte“ heraus.

Das war alles.

Als Gary ankam, sah er mich an und lächelte.

"Du bist wunderschön."

Beim Abschlussball konnte ich mich endlich entspannen.

Ihre Freundinnen lobten das Kleid.

Als ich ihnen erzählte, dass meine Mutter es gemacht hatte, wurden ihre Gesichtsausdrücke weicher.

Gary reichte mir einen Becher Punsch.

„Sie wäre stolz auf dich.“

Dann öffneten sich die Türen für die begleitenden Eltern.

Ich habe nach Papa gesucht.

Stattdessen sah ich Shirley.

Mir ist die Tasse aus der Hand gerutscht.

Sie trug das Kleid meiner Mutter.

Nicht das Original – aber eine nahezu perfekte Kopie.

Derselbe staubrosa Stoff.

Gleiches, tailliertes Oberteil.